Immer noch Death Valley. Was kann man da denn zwei Tage lang da machen, fragt man sich da. Na, garkein Problem. Canyons, Canyons, Canyons angucken. Und alle sind anders. Und alle sind toll. Zumindest für mich, die Ronja fands (wie immer) gähnend langweilig. Aber lag ja vielleicht nicht nur am Valley, sondern bestimmt nur an mir. Aber man musste das beste aus der verquerten Situation machen.

Deshalb wollte ich versuchen für etwas bessere Stimmung zu sorgen. Also habe ich einfach mal im Museum eine Dritte "Person" gefragt, ob sie uns joinen will. Für 5 Dollar hat "Hugo", die Eule, dann zugesagt und ist mitgekommen. Total begeistert, dass wir endlich wieder zu dritt (mit Gang-Status) unterwegs waren, bin ich gleich zum nächsten Random-Canyon gefahren und zwischen den engen Felsen durchgelaufen. Hugo war derweil noch brav in der Plastikverpackung und konnte noch nicht alleine rumfliegen, so dass ich ihn rumtragen musste.

Weil der Hugo auch noch klein war, konnte er noch nicht selbstständig rumfliegen, sondern musste an die Leine genommen werden, sorry. Auch die Flügel musste ich ihm erstmal aufsetzen. Der Zusammenbau war schon ziemlich kompliziert für den durchschnitts-BWler. Dafür musste man echt studiert haben. Aber weil das ja zum Glück schon gemacht hab und ich ja auch kein reiner BWLer bin, hab ichs bravourös hinbekommen.

Dann gings an die ersten Flugversuche. Die Touris um uns rum haben sich wieder mal gedacht "Oho, ein Spinner!" Und sie hatten recht ;-) Aber beim ersten Mal klappts halt nie so

Aber dann konnte ich die Skills ziemlich schnell leveln, so dass de Hugo auch ordentlich was vom Death Valley gesehen hat. Hier ein gelber Berg:

Dann sind wir über den aktuellen Canyon hinaus, bis auf die Steinebene "vor der Tür" geflogen. War schon zieemlich windig für den armen Hugo.

Aber gefreut hat er sich trotzdem. Wir sind dann auch weiter von den gelben Bergen zu den braunroten Bergen, dass er mal was neues sieht.

Und wer jetzt denkt, dass der arme die ganze Zeit nur rumfliegen musste, der irrt. Ich hab ihn auch gelegentlich bei der Hand genommen und ihn (wo's zum Fliegen zu eng war) zu Fuß durch diverse Canyons geführt. Er fand Death Valley auch toll. Er hat nämlich nicht ein böses Wort zu mir gesagt.

Wir zwei hatten also einen Riesenspass. Zum Abschluss sind wir noch wieder in die Ebene zum Salzsee weitergefahren. Soll nämlich wie Schnee sein, nur ohne Schnee. Dort wars dann aber doch zu viel für den kleinen, der Wind hat soo stark über die Ebene drübergepustet, dass die Mittelstange gebrochen ist.

Außerdem ging das Endkäppchen verloren. Und so ein Endkäppchen in der Wüste suchen.... Das findet sich dort bestimmt genauso gut, wie ein Mc Donalds. (Also fast schon ne negative Wahrscheinlichkeit). Schade, hätte den Hugo gerne mit nach Deutschland genommen und ihm mal die Uni und meine Wohnung gezeigt. Aber so schnell ist die Freundschaft vorbei. Jetzt musste ich wieder ohne den Gang-Status den Sonnenuntergang angeschaut. War auch schön.

Aber die Dämmerung fand ich diesmal fast farbenfroher und wie immer bin ich noch zum Abschluss auf den Berg hochgerannt, um noch etwas länger was von der Sonne zu haben. Leider wieder zu langsam, aber 200 verburnte Kalorien später entstand folgendes Foto:

Also mein persönliches Resumée: Death Valley lohnt sich mal echt! Auch wenns keinen Mc Donalds gibt.