Montag, 21. Januar 2008

End of Blog

Der Kalifornien-Blog ist nun auch zu Ende. Aber wie so oft: Das Leben geht weiter. Und zwar hier. Und ich freu mich schon irgendwie drauf. Vorerst mal bin ich ja noch in Kaiserslautern und Wachenheim. Zur Diplomarbeit bin ich aber hoffentlich weg. In KL zu versauern ist nämlich nicht mein Ziel und Routine im Leben geht mal gleich garnicht. Aber (noch ein kluger Spruch zum Abschied): Zu Hause ist ja da, wo man bleibt, wenn man weggeht. Natürlich ist bestimmt nach meinem return alles total anders als vor dem US-Trip. Deshalb einige Fragen vorweg:

Gibts eigentlich die Reini-Gang noch? Bin ich auch wirklich zu den Abschlussprüfungen angemeldet? Wird mein Praktikumsbericht anerkannt? Werde ich der Zwangsexmatrikulation entkommen, oder kann ich mir ein lockeres Leben auf Hartz IV machen? Was geht eigentlich in meinem alten AK-GNS? Hat der Felix schon den Nobelpreis gewonnen? Und sonst? Was geht eigentlich am Wochenende? Wann gehen die Weinfeste los?

Viele Fragen. Die Antwort gibts hoffentlich bald, aber in einem andern Blog:
http://mralbikaiserslautern.blogspot.com

Sonntag, 20. Januar 2008

Heimflug

Wieder war frühes Aufstehen angesagt: 10:30, weil: Der Flieger geht um 14:30 und man braucht ca. ne Stunde zum Flughafen (wenn viel Verkehr ist). Und viel Verkehr ist in L.A. schließlich IMMER. Meine Tante hat uns hingefahren. Beinahe wäre ich in den falschen Flieger eingecheckt:

Hatte aber keine VIP-Tickets und wurde deshalb dann doch in die Lufthansamaschine gesteckt. Dort hat neben mir der technische Leiter für Antriebstechnik, ein Nasa-Ingenieur vom California Institute of Technology aus L.A., gehockt. Hab mich echt suuuperlang mit dem Unterhalten, er hat mir auch direkt seine Visitenkarte gegeben. Er testet dort gerade die Mars-Roboter für die nächste Mission in 2011. Faszinierend. Mein Onkel ist ja auch Astrophysiker, wenn auch zur Zeit fachfremd im Umweltministerium eingesetzt, kennt aber auch ne Menge Leute in L.A.. Ui, ne Promotion in L.A. wäre bestimmt ne gepimpte Sache *g Und mein Vertiefungsfach "Clusterchemie" ist von Astrophysik ja garnicht so weit weg.... Aber ist vermutlich alles wieder zu industriefern...

Nach 11 Stunden (die ich mit viel erzaehlen, ein bischen lernen, essen, offline-blog-schreiben und musikhoeren verbracht habe) wurden wir in D von meinen Eltern abgeholt. Natürlich war der Tagesrhytmus total im Eimer: Bin erstmal um 14:00 Uhr ins Bett und dann um 1:00 Uhr nachts wieder aufgestanden.

Abschiedsdinner

Vorletzter Tag in den USA. Morgen um 14:30 geht der Flieger. Der Plan wäre ja gewesen, dass ich (nach soviel Großzügigkeit) meine Verwandten beide mindestens mal zum Essen einzuladen kann. Durfte ich aber nicht. Statt dessen wurden wir wieder mal eingeladen: zum Shoppen (!), inklusive Mittagessen. Gestern ja auch schon ins Steakhouse, heute abend ZUSÄTZLICH noch zum Mexikaner. Beides echt tolle Restaurants. Weiß garnichtmehr was ich sagen soll. Die Amerikaner spezialisieren sich da immer auf Superlative wie "Best relatives in the world". Also jetzt aber auch was vom Farewell-Dinner selbst: Dort gabs nämlich wieder "erwachsenengerechte" Innenausstattung mit Malheften, Wachsmalstifen und echt schwierigen Rätseln. Um mich selbst zu testen, ob ich diesen Herausforderungen gewachsen bin, hab ich den kleinen mein Handy zum Soccer-Spielen gegeben und mich selbst am Malheft probiert. War zwar ziemlich hart, ich habs am Ende doch noch rausgefunden. Das Loesungswort war "Mango"

Dann gings ans anmalen. Leider hatte ich nur die Farben "blau" und "rot" zur Verfügung, so dass das ganze nicht besonders realistisch aussieht. Den vorgedruckten Namensvorschlag "Manuel the Monkey" habe ich natürlich noch auf "Martin the Monkey" ändern müssen. Wir wollen ja nicht, dass Eva's Freund am Ende noch sauer wird ;-) Dann gings noch heim zum Michael zum erzählen und weiteren Quatsch machen. Angefangen wurde mit dem bereits vorgestellten "Chicken-Fight". Zur Erinnerung: Man hüpft auf einem Bein und versucht sich umzurempeltn. Wer zuerst umfällt hat verloren. Diesmal hab ich auch mitspielen dürfen.

Die ersten beiden Runden liefen ganz gut für mich. Melissa ist von selbst umgefallen. Dann wurden die kleinen aber richtig fies und sind zu zweit gegen mich angetreten. Natürlich hatte ich keine Chance mehr und war irgendwann am Boden. Das war natürlich der Anfang vom Ende, so dass ich kapitulieren musste.

Um in weiteren Duellen eine faire Chance zu bekommen hat mir Michael seine Kampfsportausrüstung leihen müssen (inklusive seinem Holzschwert).

Leider habe ich die Kleinen wieder unterschätzt. Sie sind nämlich nicht nur Halb-Deutsche, sondern auch Halb-Japaner und koennen scheinbar sämtliche Kampsportarten, die es gibt. Auch haben sie mit Sicherheit schon mehr Pokemon und Konsorten im Fernsehen angeschaut wie ich. Ich bin zwar ebenfalls ausgebildeter Kampsportler, aber lediglich in den deutschen Kampfsportdisziplinen "Kibotu" und "Schniposa". Aber wer sich etwas mit Sport auskennt der weiß: Mit "KInderBOdenTUrnen" ist man genauso schnell im Eimer, wie mit "SCHNItzel, POmmes und SAlat". So kams also, dass ich schon wieder am Boden lag und die Kleinen jubeln konnten.

Dann hab ich noch bei den Hausaufgaben geholfen und alle mussten ins Bett, und wir auch schon heim, weil: Koffer packen.

Death Valley - Drachensteigen

Immer noch Death Valley. Was kann man da denn zwei Tage lang da machen, fragt man sich da. Na, garkein Problem. Canyons, Canyons, Canyons angucken. Und alle sind anders. Und alle sind toll. Zumindest für mich, die Ronja fands (wie immer) gähnend langweilig. Aber lag ja vielleicht nicht nur am Valley, sondern bestimmt nur an mir. Aber man musste das beste aus der verquerten Situation machen.

Deshalb wollte ich versuchen für etwas bessere Stimmung zu sorgen. Also habe ich einfach mal im Museum eine Dritte "Person" gefragt, ob sie uns joinen will. Für 5 Dollar hat "Hugo", die Eule, dann zugesagt und ist mitgekommen. Total begeistert, dass wir endlich wieder zu dritt (mit Gang-Status) unterwegs waren, bin ich gleich zum nächsten Random-Canyon gefahren und zwischen den engen Felsen durchgelaufen. Hugo war derweil noch brav in der Plastikverpackung und konnte noch nicht alleine rumfliegen, so dass ich ihn rumtragen musste.

Weil der Hugo auch noch klein war, konnte er noch nicht selbstständig rumfliegen, sondern musste an die Leine genommen werden, sorry. Auch die Flügel musste ich ihm erstmal aufsetzen. Der Zusammenbau war schon ziemlich kompliziert für den durchschnitts-BWler. Dafür musste man echt studiert haben. Aber weil das ja zum Glück schon gemacht hab und ich ja auch kein reiner BWLer bin, hab ichs bravourös hinbekommen.

Dann gings an die ersten Flugversuche. Die Touris um uns rum haben sich wieder mal gedacht "Oho, ein Spinner!" Und sie hatten recht ;-) Aber beim ersten Mal klappts halt nie so

Aber dann konnte ich die Skills ziemlich schnell leveln, so dass de Hugo auch ordentlich was vom Death Valley gesehen hat. Hier ein gelber Berg:

Dann sind wir über den aktuellen Canyon hinaus, bis auf die Steinebene "vor der Tür" geflogen. War schon zieemlich windig für den armen Hugo.

Aber gefreut hat er sich trotzdem. Wir sind dann auch weiter von den gelben Bergen zu den braunroten Bergen, dass er mal was neues sieht.

Und wer jetzt denkt, dass der arme die ganze Zeit nur rumfliegen musste, der irrt. Ich hab ihn auch gelegentlich bei der Hand genommen und ihn (wo's zum Fliegen zu eng war) zu Fuß durch diverse Canyons geführt. Er fand Death Valley auch toll. Er hat nämlich nicht ein böses Wort zu mir gesagt.

Wir zwei hatten also einen Riesenspass. Zum Abschluss sind wir noch wieder in die Ebene zum Salzsee weitergefahren. Soll nämlich wie Schnee sein, nur ohne Schnee. Dort wars dann aber doch zu viel für den kleinen, der Wind hat soo stark über die Ebene drübergepustet, dass die Mittelstange gebrochen ist.

Außerdem ging das Endkäppchen verloren. Und so ein Endkäppchen in der Wüste suchen.... Das findet sich dort bestimmt genauso gut, wie ein Mc Donalds. (Also fast schon ne negative Wahrscheinlichkeit). Schade, hätte den Hugo gerne mit nach Deutschland genommen und ihm mal die Uni und meine Wohnung gezeigt. Aber so schnell ist die Freundschaft vorbei. Jetzt musste ich wieder ohne den Gang-Status den Sonnenuntergang angeschaut. War auch schön.

Aber die Dämmerung fand ich diesmal fast farbenfroher und wie immer bin ich noch zum Abschluss auf den Berg hochgerannt, um noch etwas länger was von der Sonne zu haben. Leider wieder zu langsam, aber 200 verburnte Kalorien später entstand folgendes Foto:

Also mein persönliches Resumée: Death Valley lohnt sich mal echt! Auch wenns keinen Mc Donalds gibt.

Death Valley - Scottys Castle

Scottys Castle. Nach ner Weile rumgurken waren wir auch an dieser tollen Touri-Location. Dort sollte es hoffentlich mal was zu futtern geben.

Wie immer, war das ganze nur ein Fake. Bzw. ne Fata-Morgana, wir waren ja in der Wüste. Es war nämlich eigentlich weder ein Castle, noch gehörte es dem Scotty von Raumschiff Enterprise. Noch nichtmal was zu Essen gabs dort. (Wenigstens ein Klo gabs, aber das Problem hatten wir ja gestern schon gelöst). So ein Mist, jetzt hätte mich der Scotty doch nebenher auch noch hochbeamen sollen (back nach Muirwood zur guten Stimmung oder so), ist natürlich ohne den Scotty weggefallen :-). Von der vermuteten Beam-me-up-Platform habe ich dann wenigstens versucht manuell den Beam-Modus in Form eines "Hyperraumsprungs" einzulegen.

Hat natürlich sofort geklappt.....aber nur 1 Meter fuffzig weit. Muss also entweder meine Raum-Zeit-Kontinuumsadaptionsalgorithmen mal durchchecken lassen bzw. mir neue Iridiumkristalle besorgen. Vermutlich beides. Nachdem also beide Methoden nicht funktioniert haben und ich immer noch nix zum Beißen hatte, wurde ich seeeeeehr böse. Und wie immer, wenn ich verärgert bin, habe ich eben zur Strafe das dumme Fake-Castle (ohne Scotty) mit meinen Sprengstoff-Skills hochgehen lassen. Diesmal gabs auch keinen Knast, war ja mitten in der Wüste, ganz ohne Sheriff und so.

Schließlich sind wir den Berg hochgewandert, um das Grab vom FALSCHEN Scotty mal zu besuchen. "Death Valley Scotty" heißt er mit Nickname. Vermutlich wollte er sich auch wegbeamen, weil es nix zum Essen gab. Hat aber auch nicht geklappt, so dass er verhungern musste. Schlimme Sache...

Einzigster Lichtblick im wahrsten Sinne des Wortes, trotz versemmelter Beam- und Hyperraumsprungaktion: Der Sonnenuntergang:



Death Valley - Zweiter Tag

Tag 2 im Death Valley. Wieder mal ne tolle Landschaft, überall so weit man schauen konnte.

Da aber gestern die Fast-Food-Outputrate am Ende doch noch ausreichend hoch war, musste auch mal wieder was neues für den Input gesucht werden. Oder auf Deutsch: Irgendwann haben sich wieder die menschlichen Grundbedürfnisse in Form von "Hungäää" gemeldet und man denkt sich "oah, so'n Mc Donalds wäre jetzt sowas von toll!" Kann man sonst in den USA ja überall einfach den nächsten Food-Exit runtefahren, gibts im Valley offensichtlich weit und breit NIX zum Beißen. Natürlich habe ich weit und breit nix erspähen können.

Aber ich als alter Natur-Survival-Typ werde schon noch was finden! Endlich ein Schild mit dem Namen "Devils Corn field". Corn, das war doch Mais. Vielleicht gibts da tolle Burritos oder sowas.

War natürlich falscher Alarm. Es gab nur dürftiges Grünzeug. Wäre ja bestimmt gesund gewesen, so schlecht wie das wieder geschmeckt hat. Aber nach einem einzigen Bissen hatte ich echt keine Lust mehr auf den Grünkrams. Lieber also schnell weg und auf zum Mustard Canyon. Das klingt doch direkt mal nach Hot Dog mit ordentlich Senf druff! Aber es schien zuerst noch besser zu kommen: Es war wohl kein Hot-Dog, sondern Vanillepudding-berge mit Schokoglasur obendrauf. TOOLLL.

Sofort bin ich hingerannt und wollte mir nen eigenen Canyon fressen. Bis ich gemerkt habe, dass das wohl Diätpudding war. War nämlich total ohne Zucker. Sogar der Süßsstoff hat gefehlt. Und sandig/klumpig hats auch geschmeckt, war also nichtmal richtig gerührt. Sowas von enttäuscht hab ich dann die Schokosoße obendrauf garnichtmehr probiert. Ich musste also doch zu den Tourilocations. Endlich sind wir am Museum angekommen. Und Juhuuu. Es gab endlich was gescheites, Echtes Fleisch und so. Viel besser als ein oller Pudding.

Aber als ich zum Reinbeißen ausgeholt habe, bin ich erstmal ordentlich gegen die Glasscheibe gedonnert. Die haben ihr Essen wohl vor den Touristen beschützt. Aber das war eh komisch, dass der noch so unangeknabbert da rumstand. Auch die Museumsleitung wollte mir keinen Schlüssel zum Glaskasten geben. Die Bösen! Also wieder weiter auf der Jagd. Das hieß: weiter in den Mosaic Canyon. Klingt ja schonmal eher nach Kunstgedöns anstatt nach nem tollen Restaurant, aber ich habs trotzdem mal dort probiert. Dort gabs natürlich nur Steine ohne Ende. Scheinbar hatte vor mir einer schonmal ein Steinsteak oder so vorbereitet. Echt kunstvoll angerichtet.

Leider hat das ganze etwas ungewürzt geschmeckt. Aber ich hatte wie immer ne super Idee: Auf zum Salzsee, da gibts zwar keinen Pfeffer, aber Salz wäre ja schonmal ein Anfang und den gibts ja in rauhen Mengen.

Leider hab ich anschließend gnadenlos meine schönen leckeren Steine verloren. Das passiert ziemlich schnell im Death Valley. Da gibts sooo viele Steine, dass man die eigenen garnicht wiederfindet. So schlau, dass ich einfach andere Steine nehme in der Hoffnung, dass die genauso gut schmecken, war ich natürlich in dem Moment nicht.

Also kam der nächste Random-Canyon. Und wirklich: Ich hab doch wieder was gefunden und vor lauter Hunger nach dem dem letzten Stroh- äh Grashalm gegriffen. War mir aber nach der ersten Geschmacksprobe natürlich wieder viel zu gesund. Endlich hatte ich den genialsten von allen Einfällen. Auf der Karte gabs das Scotty's Castle. Also nix wie hin. Der Scotty ist doch der Typ von Enterprise, und auf der Enterprise gibts diese Maschine, die aus Energie Essen macht. Verstößt also nichtmal gegen den 1. Hauptsatz. Da kann ich mir auch direkt mal nen Double-Bigmac gönnen, weil Energie hab ich ja genug. Also, gogogogogo!

Samstag, 19. Januar 2008

Death Valley - Erster Tag

Death Valley. Eigentlich ein ziemlich schöner Ort. Aber zur Befriedigung der körperlichen Grundbedürfnisse definitiv nicht geeignet. Nach der langen Fahrt zum Valley wäre es wirklich mal Zeit gewesen die Massen-Input-Outputdifferenzen des Fastfoodkonsums zu bereinigen. Und weil meine Sprache manchmal nicht für jedermann so verständlich ist, auch noch im Klartext: "Geh kacken, Junge!". Da "de Eimer schon vowl" war, musste natürlich diverse Alternativmöglichkeiten in Erwägung gezogen werden. Erster Vorschlag: Ein Baum. Nette Idee. Man findet nur weit und breit keinen. Höchstens mal einen Kack-Tus.

Der Name Kack-Tus war natürlich noch lange nicht Programm! Als Fakir-Inder wäre das natürlich ne prima Sache gewesen, aber als Soft-Egg-Westeuropäer wollte ich mir natürlich die Stacheln nicht antunt. Also. Weiter durchs Death Valley. Bis zu einem tollen Vulkanskrater. Ubehebe Krater, heißt der. Wäre natürlich echt ne super Scheißhaus-Location gewesen. Da der Sand außenherum schon schwarz bzw. bräunlich war, wäre das farblich auch kaum aufgefallen.

Dummerweise war das gerade ne echte Touri-Location. Und von oben hätte sich dann jeder gewundert, was der Spinner da unten denn da macht. Also, wieder die Hinterteilmunition aufgespart und weiter. Endlich habe ich doch mal nen Baum gefunden. Naja. Sagen wir eher: Bäumchen. Hätte jeder durchschauen können. Und: die Blätter waren als Klopapier sichtlich ungeeignet. Hätte ziemlich gekrazt und hätte flächenmäßig einfach nicht gereicht.

Also wieder weiter. Wurde langsam echt dringend!!! Steine hatte das Death Valley natürlich genügend! Warum also nicht in irgendeinem Canyon eine geeignete Location suchen?

Wäre natürlich gegangen. Aber: Hier hats lauter Klapperschlangen und Skorpione. Und so ein prächtiges Hinterteil (wie meins) wäre für diverse Giftstacheln bestimmt ein tolles Primärziel gewesen. Also: Lieber mal weiter! Uiuiuiuiuiuiuiuiui.

Aus lauter Panik bin ich (so schnell es ging) einen Random-Berg hochgerannt. Vielleicht gibts da irgendwo ne Höhle, wo es keinen gestört hätte oder so. Aber nein, verdammt. Papier unten im Auto vergessen! Also wieder schnell den Berg runter und noch ne Runde weiterfahren. Doch lieber wieder zu ner echten Tourilocation.

ENDLICH gabs dort Dixi-Klos. Der Jürgen hat die für mich schonmal äh klargemacht und auch dort ein Häufchen hinterlassen. Und wie hat er es in seinem Blog formuliert? "Wir haben es überlebt. Aber es war knapp!" Ich formuliere es mal so: Ich habe heute gelernt, woher das Death Valley seinen Namen hat!

Achso. Jetzt aber schluss mit schlechten Witzen. Der Bericht vom Trip ging natürlich jetzt total unter. Es war supertoll (zumindest mal für mich) Ich bin auf diverse Berge hochgerannt, wir hatten blauen Himmel und die Sonne war einfach toll intensiv warm. Die ppm-Rate war hoch wie immer, und die Farbenpracht der Steine war unglaublich. Viel abwechslungsreicher als der Grand Canyon. Hier mal wieder nur eins von über 200 Fotos:

Die anderen (wie immer) im meinem Picasafotoalbum. Glücklicherweise konnte ich durchsetzen noch nen zweiten Tag zu bleiben. Der Bericht dazu: bald!

Death Valley - Die Anfahrt

Jaja. Der Lake Tahoe. Da denkt man, man ist im tiefsten Winter mit einem Meter Schnee. Dann fährt man kurz eben den Berg runter und ist in der Wüste. Voll krass! Wers nicht glaubt, Foto: Oben vom Schneeberg, unten Wüste. Also hatten wirs nichtmal nötig mit den potentiell möglichen 888 km/h rumzuheizen.

Und auch nochmal die Perspektive von unten, auf die Schneeberge hoch:

Ziel des Tages: Death Valley. Nach dem Motto "Wollt ihr etwa ewig leben?" mussten wir natürlich auch mal ins Tal des Todes. Die Anfahrt war schon gleich wieder mal voll der Act. Nach Routenplaner war nämlich der kürzeste Weg über die "Death Valley-Road". Klang für mich erstmal voll Tourimäßig und nach low-performance. Wars dann natürlich aber nicht. Leider war der Name nämlich am Ende Programm. Und weil wir ja das Auto von meinem Onkel bekommen hatten, ging der Spruch "Don't be gentle, its a rental" natürlich auch nicht mehr. Um Car-Dämitsch zu vermeiden ging die Anfahrt also stellenweise mit ca. 8 meilen/Stunde.

Und ja, endlich sind wir im größten US-Nationalpark "Death Valley" sicher angekommen.

Freitag, 18. Januar 2008

Lake Tahoe

Eben noch in San Jose im T-Shirt losgefahren, da wirds auf einmal bergig und es hat Schnee. Das Ziel des Tages war der "Lake Tahoe", der höchstgelegene See in den USA. Daher vermutlich auch das bergige Umland. Und Schnee im Dezember... macht auch Sinn. Aber so flexibel war ich umziehtechnisch dann logischerweise nicht, deshalb: Weiterhin kurzärmelig. Und lieber ne Runde den Hintern abfrieren, als die Jacke holen (1 Meter zum Auto ist schließlich zuviel Act)

Achso, landschaftlich toll, wie immer halt, wenn man in den USA in der Landschaft rumgurkt.

Dort habe ich als "Lake-Tahoe-Process-Owner" natürlich wieder gleich erwartungsgemäß Supertourist Stufe 6 eingelegt. Das bedeutet: Anstatt den "normalen" Touristrand mit 20 Dollar Parkgebühr anzufahren, habe ich irgendwo Abseits hinter einem Hotel (für umme) geparkt.

Ich dachte ja zuerst: Das ist mal ne gute Idee, da kann man gleich noch nen romantischen Schnee-Spaziergang durch den immergrünen Wald machen, abseits von all dem Touristengedöns. Als wir an einem (offenen, unbeschilderten) Metalltor vorbeigelaufen sind, habe ich mir auch noch nichts böses gedacht. Der Schnee war dann aber stellenweise ziemlich tief und bis über die Knie.

Nach einer Weile hat sich dann auch noch herausgestellt, dass mein "self-planned-rumschlappen" direkt durch ein äh privates Jagdgebiet führte. (Auf Tiere abballern stehen die Amis tierisch!) Also haben wir mal sicherheitshalber versucht möglichst nicht wie Wildschweine auszusehen. Für mich als Mann garnichtmal so einfach, sag ich euch. Trotzdem sind wir dem obligatorischen Warnschuss in den Kopf wieder mal gerade noch entkommen und haben es runter zum Strand geschafft. Es war Windstille und garnicht so kalt, wie es aussah.

Und sonst? Was soll ich sagen: Es war ein See. Da gibts mindestens soviel Wasser, dass der Chris lebenslang Hemden nach american-style damit bügeln könnte. Hier noch ein Foto, damit man mir auch glauben kann:

Achso, ganz ohne Blödsinn gehts natürlich auch am Lake Tahoe nicht. Vom Pier springen musste einfach sein. Natürlich in den Schnee und nicht ins Wasser.

Auch bin ich meinem großen Blödsinnsvorbild, dem Schneeengelhartei Philipp, noch ein Engel schuldig. Natürlich nur mit Klamotten. Also erstmal nur Schneeengelsoftegg Martin. Aber nackt im Schnee hab ich mich dann doch nicht getraut, da sieht nämlich sonst der ihrwisstschonwer noch kleiner aus als ohnehin schon. Und das muss ja nicht sein.

Nach einigen Stunden Spaziergang um den See ging natürlich noch der Sonnenuntergang, leider diesmal wegen "LAKE Tahoe" ohne den Pazifikbonus. War aber trotzdem ganz nett. Und JA, es hätte FAST romantisch werden können, aber... naja Themenwechsel ;-)

Der Heimweg war dann nochmal richtig spannend. Als es dunkel wurde, wollten wir nämlich zum Auto zurück. Ging aber nicht. Das Tor war schon zu. War ja schließlich auch PrivateProperty Jagdgelände. Aber ich als alter Superkommunist habe dem PrivateProperty Schild erfolgreich getrotzt und bin über den Zaun gestiegen (ging ja auch nicht anders).

Ein Sieg für alle Kapitalismusgegner und PrivatePropertyAbschaffer.