Sonntag, 20. Januar 2008

Abschiedsdinner

Vorletzter Tag in den USA. Morgen um 14:30 geht der Flieger. Der Plan wäre ja gewesen, dass ich (nach soviel Großzügigkeit) meine Verwandten beide mindestens mal zum Essen einzuladen kann. Durfte ich aber nicht. Statt dessen wurden wir wieder mal eingeladen: zum Shoppen (!), inklusive Mittagessen. Gestern ja auch schon ins Steakhouse, heute abend ZUSÄTZLICH noch zum Mexikaner. Beides echt tolle Restaurants. Weiß garnichtmehr was ich sagen soll. Die Amerikaner spezialisieren sich da immer auf Superlative wie "Best relatives in the world". Also jetzt aber auch was vom Farewell-Dinner selbst: Dort gabs nämlich wieder "erwachsenengerechte" Innenausstattung mit Malheften, Wachsmalstifen und echt schwierigen Rätseln. Um mich selbst zu testen, ob ich diesen Herausforderungen gewachsen bin, hab ich den kleinen mein Handy zum Soccer-Spielen gegeben und mich selbst am Malheft probiert. War zwar ziemlich hart, ich habs am Ende doch noch rausgefunden. Das Loesungswort war "Mango"

Dann gings ans anmalen. Leider hatte ich nur die Farben "blau" und "rot" zur Verfügung, so dass das ganze nicht besonders realistisch aussieht. Den vorgedruckten Namensvorschlag "Manuel the Monkey" habe ich natürlich noch auf "Martin the Monkey" ändern müssen. Wir wollen ja nicht, dass Eva's Freund am Ende noch sauer wird ;-) Dann gings noch heim zum Michael zum erzählen und weiteren Quatsch machen. Angefangen wurde mit dem bereits vorgestellten "Chicken-Fight". Zur Erinnerung: Man hüpft auf einem Bein und versucht sich umzurempeltn. Wer zuerst umfällt hat verloren. Diesmal hab ich auch mitspielen dürfen.

Die ersten beiden Runden liefen ganz gut für mich. Melissa ist von selbst umgefallen. Dann wurden die kleinen aber richtig fies und sind zu zweit gegen mich angetreten. Natürlich hatte ich keine Chance mehr und war irgendwann am Boden. Das war natürlich der Anfang vom Ende, so dass ich kapitulieren musste.

Um in weiteren Duellen eine faire Chance zu bekommen hat mir Michael seine Kampfsportausrüstung leihen müssen (inklusive seinem Holzschwert).

Leider habe ich die Kleinen wieder unterschätzt. Sie sind nämlich nicht nur Halb-Deutsche, sondern auch Halb-Japaner und koennen scheinbar sämtliche Kampsportarten, die es gibt. Auch haben sie mit Sicherheit schon mehr Pokemon und Konsorten im Fernsehen angeschaut wie ich. Ich bin zwar ebenfalls ausgebildeter Kampsportler, aber lediglich in den deutschen Kampfsportdisziplinen "Kibotu" und "Schniposa". Aber wer sich etwas mit Sport auskennt der weiß: Mit "KInderBOdenTUrnen" ist man genauso schnell im Eimer, wie mit "SCHNItzel, POmmes und SAlat". So kams also, dass ich schon wieder am Boden lag und die Kleinen jubeln konnten.

Dann hab ich noch bei den Hausaufgaben geholfen und alle mussten ins Bett, und wir auch schon heim, weil: Koffer packen.

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