Montag, 7. Januar 2008

GhostCity


Auf dem Heimweg war nix los. 7 Stunden Fahrzeit von unserer Klischee-Ami-Motel-Absteige back to L.A.. Plotzlich (nach ca. 3 Stunden) haben wir am Straßenrand nicht nur die üblichen "Food-Exit"-Schilder mit McDonalds und Konsorten gesehen, sondern auch eine Ankündigung für eine "GhostCity" in 50 Meilen. Calico, mitten in der Wüste. War angeblich früher echt mal ne Silberschürfstadt. Um die Heimfahrt bischen aufzulockern, sind wir dort natürlich abgebogen. Sah schon ziemlich aus wie ne Geisterstadt, leider war alles etwa stark auf Touri-Abzocken getrimmt. 6 Dollar Eintritt, mehr als der Grand Canyon!

Erbost über diese Abzocke habe ich natürlich meine Chemiker-Sprengstoff-Skills dazu einsetzen können ein lokales Gebäude in die Luft zu jagen.

Aber war ja klar, dass der Verdacht als allererstes gleich wieder auf mich fällt. Und die amerikanischen Western-Sheriffs schießen natürlich zuerst, bevor sie mal nachfragen. Warnschuss in den Kopf gabs zwar keinen, dafür aber Zuchthaus, das glaube ich nicht der europäischen Menschenrechtskonvention entspricht. Ich wollte natürlich sofort meinen Anwalt sprechen, hat der Sheriff aber abgelehnt.

Zum Glück hab ich immer brav meinen Spinat aufgegessen und wohl doch ein paar Schwarzenegger-Gene mitebekommen. So konnte ich mit gelungener Körperkraftprobe die Stäbe so verbiegen, dass ich wieder abhauen konnte.

Natürlich musste ich mir anschließend ein neues Outfit zulegen, um nicht wieder gleich vom Sheriff erkannt und festgenommen zu werden. War zum Glück kein Problem, alte Klamotten gabs dort schließlich genug, Ich konnte natürlich aus Nervösität nicht vermeiden, etwas skeptisch umherzuschauen. Das hätte beinahe den Verdacht schon wieder auf mich gelenkt.

Aus Sicherheitsgründen sind wir dann aber lieber (nach einem letzten Gruppenfoto) wieder abgehauen. Hab extra beim Fotografieren den Geistermodus aktiviert. Geht ganz einfach: Einfach nen Regentropfen auf die Linse fallen lassen.

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