Eben noch in San Jose im T-Shirt losgefahren, da wirds auf einmal bergig und es hat Schnee. Das Ziel des Tages war der "Lake Tahoe", der höchstgelegene See in den USA. Daher vermutlich auch das bergige Umland. Und Schnee im Dezember... macht auch Sinn. Aber so flexibel war ich umziehtechnisch dann logischerweise nicht, deshalb: Weiterhin kurzärmelig. Und lieber ne Runde den Hintern abfrieren, als die Jacke holen (1 Meter zum Auto ist schließlich zuviel Act)
Achso, landschaftlich toll, wie immer halt, wenn man in den USA in der Landschaft rumgurkt.
Dort habe ich als "Lake-Tahoe-Process-Owner" natürlich wieder gleich erwartungsgemäß Supertourist Stufe 6 eingelegt. Das bedeutet: Anstatt den "normalen" Touristrand mit 20 Dollar Parkgebühr anzufahren, habe ich irgendwo Abseits hinter einem Hotel (für umme) geparkt.
Ich dachte ja zuerst: Das ist mal ne gute Idee, da kann man gleich noch nen romantischen Schnee-Spaziergang durch den immergrünen Wald machen, abseits von all dem Touristengedöns. Als wir an einem (offenen, unbeschilderten) Metalltor vorbeigelaufen sind, habe ich mir auch noch nichts böses gedacht. Der Schnee war dann aber stellenweise ziemlich tief und bis über die Knie.
Nach einer Weile hat sich dann auch noch herausgestellt, dass mein "self-planned-rumschlappen" direkt durch ein äh privates Jagdgebiet führte. (Auf Tiere abballern stehen die Amis tierisch!) Also haben wir mal sicherheitshalber versucht möglichst nicht wie Wildschweine auszusehen. Für mich als Mann garnichtmal so einfach, sag ich euch. Trotzdem sind wir dem obligatorischen Warnschuss in den Kopf wieder mal gerade noch entkommen und haben es runter zum Strand geschafft. Es war Windstille und garnicht so kalt, wie es aussah.
Und sonst? Was soll ich sagen: Es war ein See. Da gibts mindestens soviel Wasser, dass der Chris lebenslang Hemden nach american-style damit bügeln könnte. Hier noch ein Foto, damit man mir auch glauben kann:
Achso, ganz ohne Blödsinn gehts natürlich auch am Lake Tahoe nicht. Vom Pier springen musste einfach sein. Natürlich in den Schnee und nicht ins Wasser.
Auch bin ich meinem großen Blödsinnsvorbild, dem Schneeengelhartei Philipp, noch ein Engel schuldig. Natürlich nur mit Klamotten. Also erstmal nur Schneeengelsoftegg Martin. Aber nackt im Schnee hab ich mich dann doch nicht getraut, da sieht nämlich sonst der ihrwisstschonwer noch kleiner aus als ohnehin schon. Und das muss ja nicht sein.
Nach einigen Stunden Spaziergang um den See ging natürlich noch der Sonnenuntergang, leider diesmal wegen "LAKE Tahoe" ohne den Pazifikbonus. War aber trotzdem ganz nett. Und JA, es hätte FAST romantisch werden können, aber... naja Themenwechsel ;-)
Der Heimweg war dann nochmal richtig spannend. Als es dunkel wurde, wollten wir nämlich zum Auto zurück. Ging aber nicht. Das Tor war schon zu. War ja schließlich auch PrivateProperty Jagdgelände. Aber ich als alter Superkommunist habe dem PrivateProperty Schild erfolgreich getrotzt und bin über den Zaun gestiegen (ging ja auch nicht anders).
Ein Sieg für alle Kapitalismusgegner und PrivatePropertyAbschaffer.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen