Donnerstag, 17. Januar 2008

San Jose

Abends waren wir noch kurz in San Jose. Auch wenn es dort angeblich nix zu sehen gibt: Wir sind trotzdem hin, in der Hoffnung, dass da die Motels billiger sind. Ich wollte außerdem mal zum Silicon Valley. Von dort aus wurde nämlich sukzessive die gesamte Menschheit verdorben, da es dort ganz ganz viele Computerfirmen gibt. Und wir wissen ja alle: Computer sind voll böse, denn damit kann man eh nix sinnvolles machen, nur Schweinekrams, Ballerspiele und Blog-Schreiben (alles dieselbe Kategorie). Ehm ja. Silicon Valley ist also dort, wo die ganzen Nerds, Pros und Freaks mit ihren One-Man-Garagen-Firmen klein anfangen und als Multimilliardär enden. Wird mir natürlich nicht passieren, ich habe nämlich keine Garage. Dort wars aber voll langweilig und es gab auch nix zu fotografieren. Statt dessen sind wir bei einem Mystic-Haus gelandet, dass irgendeine abergläubische Spinnerin gebaut hat.

Sie wollte damit irgendwelche Seelen retten. Ich wollte meine Seele zum Glück schon bei Ebay für 1 Dollar versteigern. Hat leider keiner mitgeboten... Aber so lange ich meine "Get out of Hell for Free" Karte noch hab, bin ich sowieso immun gegen alles, hehehe. Ich Harlekin muss mir also gleich mal neue Miesetaten ausdenken, hihi!

San Francisco - Beach

Fortsetzung der Serie: "Son of a Beach". Diesmal: Ocean Beach in San Francisco. Wetter war diesmal auch ganz gut. Und auch hier gibts natürlcih einen Pazifikbonus. Leider nur für ne Spazier-GANG und nicht für die Sonnenunter-GANG...

Der Wind war aber sowas von fies, der hat mir die ganze tolle Frisur ruiniert, an der ich morgens fast 2 Stunden rumgetüftelt hatte. (Zumindest im Traum). Deshalb hab ich auch echt die Panik schieben müssen.

Surfer gabs auch wegen der tollen Wellen. Und übrigens: der Strandsand war nicht gelb, sondern schwarz. Da musste ich gleich mal testen, ob man denn in schwarzen Sand auch was reinmalen konnte.

Hat natürlich geklappt. Leider kam dann die Flut und die "Message to the world" war im Eimer. Nächstes Mal mach ich doch lieber Wandbeschmierereien.

Statistik, Statistik, Statistik

Da jetzt nicht nur das Praktikum vorbei ist, sondern eigentlich auch fast der gesamte US-Besuch, war es mal Zeit mit meiner persönlichen FastFood-Controlling Abteilung ein Meeting abzuhalten. Es ist eine recht große Abteilung bestehend aus äh, mir! Aber dank meines supertollen Buchhaltungsprogrammes, kein Problem. Dabei kamen aber einige interessante Zahlen raus, die ich keinem Vorenthalten möchte:

Total days in the US: 121

Fast-Food-Experience:
ZF-Kantine (Kosch) 49
Mc Donalds 26
Burger King 5
Subways 5
Jack-in-the-box 1
Wendys 1
Arbys 1
Pizza Hut 1

Total Fast-Food-Count: 89

Es scheinen sich nach den vorliegenden Zahlen zwei Fast-Food-Favoriten abgezeichnet zu haben, der big battle heißt also: McDonalds vs. die grottenschlechte ZF-Kantine. Dazu zur weiteren Analyse noch einige weitere Zahlen:

Gesamte Lebenshaltungsausgaben während des US-Aufenthalts:
1021,27 $ (=8,44 $ average per day)

Average McDonalds-Visits per US-Day: 0,21
Average Kosch-Kantine-Visits per US-Day: 0,40

Total Kosch-Kantine-Cash-Burn: 275,90 $
(5,63 $ average per visit)
(27,1% of total lifesupport-expenses)

Total Mc-Donalds-Cash-Burn: 104,23 $
(4,00 $ average per visit)
(10,2% of total lifesupport-expenses)


Zusammenfassung: Ehm. Ja. Wer stirbt nun eher, der Chris oder ich? Die Fast-Food-Controlling-Abteilung empfiehlt: Mengenrabatt bei Mc Donalds aushandeln! Pipifaxfastfooddealer aus dem Programm nehmen.

Dienstag, 15. Januar 2008

San Francisco - Japanischer Garten

Hehe, die Weltstadt Kaiserslautern. Brüstet sich doch glatt damit, den größten Japanischen Garten Europas zu beheimaten. Dumm ist natürlich nur: Es reicht eben nicht aus, einfach nur den Größten zu haben, denn: Japanische Gärten zeichnen sich meist dadurch aus, dass sie eben nicht besonders groß sind. Aber alles eine Frage des Marketings.

Da es also (zumindest mal bei Japanischen Gärten) nicht auf die Größe ankommt, haben wir dem San Franciscoschen auch mal nen Besuch abgestattet.

Und: Der Tritschlor in Korea ist nicht der einzigste, der Fotos von komischen Gebäuden machen kann.

Um auch an alle Stellen des Gartens zu kommen, musste man teilweise über Steine hüpfen oder über Stege laufen. Wichtigste Kletterübung diesmal: Eine echt fiese Brücke, die so richtig steil abging.

Später gabs wieder nen Glücksbrunnen, in den man sein Kleingeld schmeißen sollte. Ich hätte ja beinahe mal ein paar cent geopfert. Leider habe ich gemerkt, dass ein paar kleine böse Cheater am Werk sind und den Münzweitwurf in einen Münzkurzwurf verwandelt haben.

Na, kein Wunder, dass ich im echten Leben nie Glück hab! Die Pimpfe sind schuld!!

San Francisco - Golden Gate Park

Am nächsten Tag gings raus in den Golden Gate Park. Das ist ein ganz schön großer Park mitten in San Francisco, mit "original" Bäumen aus Holz, "all natural" Blumen aus aller Welt und "real" Seen mit echtem Wasser drin.

Aber: der Park verballert TÄGLICH ca. 50 Millionen Liter Wasser fürs Blumengießen. Echt jetzt, was ne Verschwendung. Damit kann man nach Chris'-American-Style-Hemdenbügeltechnik locker 50.000 Hemden wieder frisch machen können! (bei 1000 Liter pro Hemd) Das würde dem Chris dann 137 Jahre reichen, solange er pro Tag mit einem Hemd auskommen sollte. (Ok, unrealistisch und, ok, Schaltjahre nicht mit eingerechnet....) Aber als erstes Überschlagsergebnis 137 Jahre? So alt wird der Chris bei seinem aktuellen Zigarettenkonsum NIEEEE. Achso, dort gabs natürlich nen Extended-Spaziergang, diverse Museen haben wir wegen gutem Wetter-Bonus ausgelassen. Besonders interessant waren wieder mal die Einwohner. Die haben scheinbar echt ALLE n Rad ab. Als wir durch den Wald gelaufen sind hat eine Frau diverse Bäume umarmt, scheinbar wegen dem guten Karma oder so. Aus der organischen Chemie weiß ich aber: da hat vorher jemand hingepinkelt. Ne andere Frau hat komische Tücher, Kerzen und anderen Firlefanz auf dem Boden aufgebaut und ist drum rumgetanzt.

Ey sorry, aber wenn die beiden Frauen repräsentativ für die weibliche Bevölkerung in San Francisco sind.... Na dann bin ich aber schneller schwul als als der Chris nach der Zigarette greift. Ich hab dann lieber was gescheites und seriöses gemacht und bin mal auf nem Baumstamm, der vom letzten Sturm über irgendeinem Teich gelegen hat, balanciert. Wenn ich reingefallen wäre, hätte das bestimmt lustige Fotos gegeben.

Konnte ich zum Glück gerade noch vermeiden. Nach soviel Sport war dann auch erstmal ne Verschnaufpause angesagt. Was kann es gemütlicheres geben als äh einen Baum.

Danach haben wir erstmal beschlossen in den japanischen Garten zu gehen.

San Francisco at Night

Nach ewigem Downtown-Gebäudefotografieren wars dann plötzlich abends. Natürlich sahen die Gebäude dann wieder ganz anders aus, so dass die Knippserei von vorne losging.

Glücklicherweise mussten 80% der Bilder wegen Verwackelns wieder gelöscht werden. Es waren dann leider ne Menge übler Typen in der Stadt unterwegs. Nein, abgesehen von mir meine ich. Zwei üble Gangster-Kiffertypen haben im Randomprinzip Leute angepöbelt und wollten Random-Sechs ääh Random-Sex (mit x) von fremden Frauen, sogar von über 50 jährigen! (MANN waren die dicht!) Und natürlich auch noch ohne was zu bezahlen zu wollen! Aber die waren einfach zu zugekifft, sonst hätten sie wohl gerafft, dass das so nicht läuft ;-) Weil die zwei Typen also etwas suspekt waren, sind wir lieber mal sofort 180 Grad in die andere Richtung und der neue Plan für abends war: Abendessen in Chinatown. Wie so oft wurde ich mit meiner Idee für den "Kleinen romantischen Chinesen um die Ecke" überstimmt mit "Der exklusive Chinese aus dem Reiseführer mit exklusivem Blick über San Francisco". Weil was soll der Geiz und so. Oh no! Touri-Cash-Burn at its best, war mein erster Gedanke, aber ich sollte nicht recht behalten.

Natürlich war es dann Touri-Cash-Burn-at-itsVERYbest. Aber ich sehs ja garnicht so negativ. Ne Peking-Ente für 45 Dollar ist doch ganz gut, solange der Wechselkurs über Nacht auf 8,12 Dollar pro Euro steigt. Dafür ist man aber beinahe satt geworden und der Ausblick auf die Stadt war von unseren äh VIP-Plätzen sowas von toll.... Zwei schnuckelige alte Omas vor verspiegelten Fenstern. Das hätte BEINAHE extra Tip gegeben.

Dann ging noch bischen China-Town-Rumschlappen. Sieht alles chinesisch aus dort, welche Überraschung.

San Francisco - Downtown

Was muss man natürlich bei jedem San Francisco Besuch mal gemacht haben? Is klar! Mit der komischen Bimmelbahn da rumfahren.

Cable Cars heißen die. Dabei ist der Name total falsch, an Bord gibts nämlich garkein Kabelfernsehen. (Pure Verarsche!) Ist also nicht gerade das fortschrittlichste Verkehrsmittel, aber man bekommt dick Minuspunkte beim "Total Trip Score", wenn man sich weigern sollte damit rumzufahren. Ist so ne Art Tradition bei San Francisco-Besuchen. Und weil wir grade vom Pier gekommen sind, haben wir uns entschieden in Richtung Downtown zu fahren, um mal zu schauen, ob da was geht.

Und ja, ich wollte hier ja eigentlich nix mehr über Schwule und so schreiben... Geht aber doch nicht. Weil: Direkt dort angekommen hat uns ein ganz seriöser Marktschreier-Typ erklären wollen, wie böse es doch ist, wenn man schwul ist. Man kommt dafür sogar in die Hölle. Vermutlich weil das "schwul sein" beim ersten Mal höllisch brennt und so. Ganz verstanden hab ich den Typ natürlich nicht, er war schon etwas heißer. Aber im Fotoalbum hab ich mal ein Video von ihm aufgenommen, damit ich mir daheim seine "Message" nochmal anhören kann.

Sicherheitshalber hab ich mir natürlich sofort eine von seinen "Get out of Hell for Free" Karten geben lassen. Eigentlich hätte ich von vorneherein 10 nehmen sollen. Und als ich die Karte so genommen habe, habe ich erkannt, dass das Leben doch scheinbar so ne Art "Spiel" ist (mit Skills leveln, Punkte sammeln etc.), aber dass es jetzt doch ausgerechnet das uralte und langweilige Monopoly sein muss? Naja, kann man nix machen. Aber wenn mir jetzt irgendwer die Karte "Go directly into hell, dont go über Los and dont get 2000 bucks" andrehen will, dann sag ich nur "Haha, Du Penner! Kannst mich mal! Ich gette out of Hell for free!" Wir sind dann erstmal weitergeschlappt, um die Gebäude von Downtown mal näher anzuschauen. Und endlich habe ich die entsprechenden Gebäude gefunden, bei denen ich meine Get-Out-of-Hell-Karte gleich wieder verbraten konnte:

War zwar kurz davor mal reinzugehen, habe aber kurzfristig doch nen Rückzieher gemacht. Weil: wer weiß, was die in San Francisco unter "Finest Adult Movies" so verstehen..... Am Ende sind die Filme FÜR Männer dort Filme MIT Männern.... brrr ;-)

San Francisco - Pier

San Francisco. Eine traumhafte Stadt. Aber scheinbar wohl doch nur für schwule Pärchen. Der als nett und stressfrei geplante (Traum?-)Urlaub zusammen mit der Ronja (mit vermutlich einfach zu hohen Erwartungen meinerseits) ist jedenfalls aus n > unendlich vielen Gründen im finalen Status "Beziehungslosigkeit" geendet. Damit war der Romantik-Level natürlich ab sofort dauerhaft auf Null festgesetzt. Ehm, ja, Details natürlich nicht hier im Blog, lieber was von der Stadt selbst.

Ein Besuch am Pier Nummer 39 war natürlich auch mal wünschenswert. Von dort aus konnte man nämlich unter anderem die tolle Gefängnisinsel "Alcatraz" sehen, auf die leider am selben Tag keine Fähre mehr gefahren ist. (Wäre nämlich der Plan gewesen.) Als Strafgefangener dort zu landen konnte ich glücklicherweise mit Schmiergeldzahlungen gerade noch umgehen. Am Dock gabs natürlich dann auch ne Menge Tourikrams. Also: Plundergeschäfte, Restaurants, Würstchenbuden, Tombolas. Immerhin gabs auch ne Feuerwehrstatue. Musste ich dem Chris zuliebe natürlich gleich mal fotografieren. Der steht schließlich auch auf Feuerwehruniformen und so. Und endlich konnte ich auch mal ne Riesenspritze in der Hand halten. Kein Vergleich zu meiner!

Dann war es auch schon Zeit für ein kleines Mittagessen, dass wir natürlich nach äh "fairer Diskussion" im Extreme-Touri-FISCH-Restaurant zu uns genommen haben. Zum Glück war dort alles "erwachsenengerecht" mit Wachsmalstiften und Papiertischdecke eingerichtet, so dass ich ein paar tolle Sachen malen konnte.

Nach dem ähm guten Essen zu äh fairen Konditionen konnten wir dann doch endlich noch eine Fährenfahrt unternehmen. Wir haben uns, nachdem Alcatraz ja nicht ging, für einen Round-Trip nach Vallejo entschieden. War nicht soo spannend, in Vallejo hatten wir nur 15 min Aufenthalt. Immerhin für ein paar Blödsinnsbilder hat die Zeit noch gereicht.

Das Strichmännchen hab ich ganz gut immitieren können. Leider setzten meine Arme nicht genau da an, wo die Beine aufhören. Aber die Figur passt schon. Nur der Kopf ist ein bischen kleiner. Das soll aber nicht heißen, dass das Metallmänchen schlauer ist als ich! Ich kann nämlich auch die Beine wieder zusammenmachen. (Ups, nein das war irgendein schlechter Blondinenwitz glaub ich)

San Francisco - Coit Tower

San Francisco. Eine gayniale Stadt! Kein Wunder, dass der Jürgayn da auch mal hinwill. Stop! Keine Schwulenwitze! Diverse schwule Pärchen, die es aber hier dann doch ab und zu mal gab, wollte ich lieber nicht so offensichtlich fotografieren. Hab ja auch keinen Boschler-Dreistigkeitsbonus auf meiner Seite ;-) Deshalb lieber was zur Stadt. Angeblich gibts hier ja keine Sehenswürdigkeiten, sondern man muss das "Feeling" und die "Good Vibration" der Stadt selbst erleben. Also vibriert hat bei mir vorerst mal noch nix, liegt wohl dran, dass mich einfach keine Sau am Handy angerufen hat. Natürlich sind wir deshalb erstmal tourimäßig durch die Stadt geschlappt, um dieses Feeling mitzubekommen. Über meine ppm-Rate muss ich glaub ich nix mehr schreiben, hier im Blog gibts jetzt nur ein zufällig ausgewähltes von ca. 1000 anderen Stadtbildern.

Und ja, die Wahrscheinlichkeit auf ein schwulenpinkes ääh rosanes Haus zu treffen liegt bei ca. 172% pro Straße. Und verkehrstechnisch ist die Stadt echt ne Katastrophe. Die Einwohner stecken also gerne mal beim Verkehr fest. Ehm ja, sorry, keine Schwulenwitze mehr, war echt der letzte. Zurück zur Stadt: Wir sind erstmal auf den Coit-Tower besteigen gegangen, damit wir nen tollen Überblick von oben haben.

War natürlich nach dem Stratosphere-Tower/CN-Tower/Sears-Tower nicht besonders hoch. Aber war (trotz leichter Horizonteintrübung) ganz ok, auch ohne Superlativhöhe.

Viel interessanter als die Stadt waren aber meiner Meinung nach die Leute. Nein, nicht die Homos. In San Francisco rennen scheinbar noch mehr "Alternativtypen" rum. Also Leute, die äh ganz seriöse Ideen haben wie "Bäume anbeten". Ich hätte ja beinahe mitgemacht, aber am Ende erkennen die mir noch mein naturwissenschaftliches Diplom ab. Und ey, ich hab leider meine Diplom-Schmiergeldzahlungen auf Raten vereinbart und noch nicht abgestottert. Deshalb war mir das dann doch zu risky.

Hippies mit Blumen in den Haaren hab ich aber noch keine gesehen. Vermutlich sind die 70er einfach vorbei. Die "neuen" Hippies haben bestimmt alle nen BangBus.

Montag, 14. Januar 2008

Küstenstraße durch Kalifornien

Endlich. Der Trip nach San Francisco konnte beginnen. Die noch einzunehmenden Drogen für die Fahrt haben bereits beim Gedanken an die Einnahme bereits angefangen zu wirken: Coke Zero Vanille. Da kann der Chris mit seinem low-performance Dr. Pepper echt einpacken! Mehr artificial flavor pro kubikzentimeter gibts nirgendwo sonst. Achso, gefahren wurde natürlich nicht den schnellen und seriösen Highway entlang, sondern die berühmte 1er Küstenstraße durch Kalifornien ab nach San Francisco. So konnte man zwischendurch an diversen Random Beaches noch Halt machen und im T-Shirt etwas die Sonne genießen.

Auch so war die Küstenstraße optisch total cool: Wolken direkt über der Wasseroberfläche, es hätte beinahe eine romantische Fahrt werden können, wenn..., naja das gehört nicht in den Blog ;-).

Nach einiger Zeit habe ich dann endlich meinen ersten richtigen Sonnenuntergang am Pazifik beobachten dürfen. Sah zwar genauso aus wie überall sonst, aber der Reputation-Level ist natürlich höher. Gibt nämlich einen Pazifik-Bonus für Sonnenuntergänge.

*Zisch hats beim Eintauchen übrigens nicht gemacht, aber das ist gut so, dann gibts morgen wieder nen Sonnenuntergang. Offen bleibt weiterhin die Frage was nun besser ist, GermanGang oder SonnenunterGang. Ein hartes Duell....

Danach gings entlang der bergigen Straße weiter, natürlich bei Nacht (ist immer so, wenn das mit der Sonnenunter-Gang vorbei ist, dann siehts erstmal ziemlich düster aus!). Und weil keine Großstadt in er Nähe war, wars plötzlich stockdunkel. Und RICHTIG neblig wars auf einmal auch. Dort rumzufahren war plötzlich garnicht mal so ungefährlich. Bei Tageslicht sind auf der Strecke da ja gerade mal stellenweise ca. 20 Meilen Höchstgeschwindigkeit, wegen der engen, kurvenreichen hochgelegenen Straßen.

Zum Glück hab ich damals, als kleiner Bub, genügend "Need4Speed II" gezockt. Da gabs nämlich zufällig diese oder eine ähnliche Bergstrecke. Jetzt (im Real-Life) wars halt mit mindestens 64 bit Farbtiefe, SurroundSoundeffekten und in 3D. Natürlich war jetzt auf einmal auch der potentielle Car-Dämitsch echt und man konnte nicht mehr mal eben kurz "Leertaste" zum "Auto neu hinsetzen" drücken. (Hab die Taste vergeblich gesucht und nicht gefunden)

Achso, in San Francisco ging auch noch kurz was: Wir sind über die Golden Gate Bridge gefahren und haben uns nochmal die hügelige Landschaft bei Nacht betrachtet. Aber schließlich sind wir dann auch irgendwann nach ca. 11 Stunden Fahrt endlich im Motel eingecheckt.

PS: Sieht echt cool aus, so als würde ich mit der Laserkannone die alte Brücke abballern. Mit 888 km/h natürlich kein Problem.

Donnerstag, 10. Januar 2008

Palm Springs

Wow, mein Onkel ist immer noch der supernetteste. Least uns einfach mal so nebenher ein Auto. Bzw. Least sich selbst eins und gibt uns seinen neuen Honda Civic, um nach San Francisco zu fahren. Wow! Soviel Großzügigkeit kann ich garnie aufwiegen.

Heute war aber erstmal Palm Springs angesagt. Zweck Shoppen. Auf jeden Fall musste gepimptheitstechnisch erstmal die Top Speed des Autos getestet werden. Klar, eigentlich gilt ja 70 meilen /h bzw. 110 km/h als Speed limit, wir sind aber direkt mal auf Vollgas und haben getestet, wie hoch der Tacho so geht:

Die Polizei wollte uns zwar hinterherfahren und uns stoppen, wir waren aber viel zu schnell, dass die Polizei noch hinterhergekommen wäre: 888 km / h. Hier hat sich auch eine tolle Digitalkamera ausgezeichnet, wir konnten bei dieser rasanten Fahrt immer noch gute Fotos machen:

In Palm Springs angekommen gabs erstmal ne Menge Palmen. Daher vermutlich auch der Name der Stadt. Es war echtes T-Shirt-Wetter und das Shoppen ging den ganzen Tag. Der einzigste Unterschied zu allen Detroit Shopping Malls: Palmen und Berge. Die Geschäfte waren dieselben.

Morgen gehts dann auf den Wochenendtrip nach San Francisco, Lake Tahoe und Death Valley. Hoffen wir mal, dass es sich lohnt. Habe nur noch 800 Dollar vom Praktikum Cash übrig....

Dienstag, 8. Januar 2008

Tripplanungen

Hier geht grad nicht besonders viel, die Ronja ist erkältet, das Wetter ist schlecht. Deshalb gehen Tripplanungen, Tripplanungen, Tripplanungen. Achso, Seminararbeit geht auch. Abgabgetermin: Ehm 19.1. Aber die Planung für San Francisco macht mir dabei wesentlich mehr Sorgen: Meine Tante meinte: "You will lose your heart in San Francisco". Ok, nicht so schlimm. Das findet sich schon wieder. Ist wie der Witz "Herr Doktor, Herr Doktor, ich bekomme meine Vorhaut nicht zurück! - Aber sowas verleiht man ja nicht!" Schlimmer aber war heute der skype chat mit dem Chris. Der meinte eiskalt: San Francisco ist der schwulste Ort der Welt. Na, hätte ich da mal lieber meinen gay-factor in Las Vegas nicht auf 100% leveln sollen....

Montag, 7. Januar 2008

Letzer Gang-Tag

Früher war das Leben halt noch was für echte Männer. Um mal eben den Pazifik sehen zu können musste man da noch mit total vie Act erst vom alten Europa mit nem Segelboot mit Skorbut und Kielholen über den ganzen Atlantik schippern. Immerhin gabs Grog in rauen Mengen. Dafür hatte man sich aber damals noch total in die Hosen gemacht, weil man schließlich Angst hatte von der Erdscheibe zu fallen. Vermutlich hatten deshalb alle Seefahrer immer braune Hosen an. Ich wollte es natürlich meinen viel männlicheren Vorvätern nachtun und auch mal den Fuß in den Pazifik setzten. War natürlich viel leichter: Wir sind kurz mal eben mit dem Auto meiner Tante runter zum Strand gegurkt. Dort habe ich natürlich wieder voll übertrieben: Der Fuß in den Pazifik war mir natürlich nicht genug. Und meine Oma hatte doch unrecht: Es ist nicht der Wind, der mich umbläst, sondern die Ozeanwellen, die mich wegsmashen.

Weils dann im Wasser natürlich nicht so warm war, wie bei der Eva bzw. den Boschlern in Miami, sind wir dann aber recht bald raus aus dem Wasser und haben lieber Jumpstyle-Dämitsch am Strand verursacht. Sieht aber voll lustig aus. Danach hatte ich logischerweise Sand in den Schuhen. Und sonst auch überall.


Insgesamt war meine Hose von den Wellen bis auf die Unterhose durchgeweicht. Zu viele Informationen für den Chris, ich weiß ;-). Deshalb haben wir nur noch schnell ein Gruppenfoto mit dem Motiv "West-Coast, Motherfucker!" geknippst und sind ab nach Hause zum duschen, Pizza-Essen und den Kleinen vom Michael Geschenke aus Deutschland überreichen gegangen.

Abends um neun musste dann die Julia und der Christian F. schon wieder an den Flughafen. Ziemlich schade. Wenn die beiden weg sind sind wir ja definitionsgemäß keine Gang mehr, weil wir ja jetzt nur noch zu zweit sind. Total kagge.

Jetzt muss ich echt mal neue Gang-Members anwerben, sonst bin ich hier total im Eimer :-) Will schließlich noch Compton besuchen.

GhostCity


Auf dem Heimweg war nix los. 7 Stunden Fahrzeit von unserer Klischee-Ami-Motel-Absteige back to L.A.. Plotzlich (nach ca. 3 Stunden) haben wir am Straßenrand nicht nur die üblichen "Food-Exit"-Schilder mit McDonalds und Konsorten gesehen, sondern auch eine Ankündigung für eine "GhostCity" in 50 Meilen. Calico, mitten in der Wüste. War angeblich früher echt mal ne Silberschürfstadt. Um die Heimfahrt bischen aufzulockern, sind wir dort natürlich abgebogen. Sah schon ziemlich aus wie ne Geisterstadt, leider war alles etwa stark auf Touri-Abzocken getrimmt. 6 Dollar Eintritt, mehr als der Grand Canyon!

Erbost über diese Abzocke habe ich natürlich meine Chemiker-Sprengstoff-Skills dazu einsetzen können ein lokales Gebäude in die Luft zu jagen.

Aber war ja klar, dass der Verdacht als allererstes gleich wieder auf mich fällt. Und die amerikanischen Western-Sheriffs schießen natürlich zuerst, bevor sie mal nachfragen. Warnschuss in den Kopf gabs zwar keinen, dafür aber Zuchthaus, das glaube ich nicht der europäischen Menschenrechtskonvention entspricht. Ich wollte natürlich sofort meinen Anwalt sprechen, hat der Sheriff aber abgelehnt.

Zum Glück hab ich immer brav meinen Spinat aufgegessen und wohl doch ein paar Schwarzenegger-Gene mitebekommen. So konnte ich mit gelungener Körperkraftprobe die Stäbe so verbiegen, dass ich wieder abhauen konnte.

Natürlich musste ich mir anschließend ein neues Outfit zulegen, um nicht wieder gleich vom Sheriff erkannt und festgenommen zu werden. War zum Glück kein Problem, alte Klamotten gabs dort schließlich genug, Ich konnte natürlich aus Nervösität nicht vermeiden, etwas skeptisch umherzuschauen. Das hätte beinahe den Verdacht schon wieder auf mich gelenkt.

Aus Sicherheitsgründen sind wir dann aber lieber (nach einem letzten Gruppenfoto) wieder abgehauen. Hab extra beim Fotografieren den Geistermodus aktiviert. Geht ganz einfach: Einfach nen Regentropfen auf die Linse fallen lassen.